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Christian Heeb

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Unsere Erste Foto Reise

fotoreise-ssr_5_-1989

Vor dreißig Jahren ging es los: In den Jahren 1986/87 fuhr ich mit Regula achtzehn Monate lang kreuz und quer durch die USA und Kanada.

Wir waren in einem alten 1977er Ford unterwegs und fotografierten so ziemlich alles, was uns interessierte – vor allem Indianer und Landschaften. Tausende Kilometer spulten wir auf unserer Fahrt kreuz und quer durch Nordamerika ab.

fotoreise-ssr_6_-1989Zurück kamen wir mit einem Koffer voller Bilder und unendlich vielen Erlebnissen und Eindrücken. Die Dias, die tatsächlich einen ganzen Koffer füllten, begründeten meine Karriere als Reisefotograf.

Das Jahr 1988 war ein geschichtsträchtiges Jahr für uns. Zurück im engen und grauen St.Gallen fielen wir in tiefe Depression. Wir vermissten die einsamen Steppen Montanas, die verwunschenen Canyons von Utah und das Gefühl, in der Welt unterwegs zu sein. Vor mir lagen eine lange Karriere als Architekt im Büro meines Vaters und die Geborgenheit eines bürgerlichen Lebens mit Kind und Eigenheim im Grünen.

Der Durchbruch kam mit einem großen Buchauftrag des renommierten C.J. Bucher-Verlages in München. Gefragt wurde nach Bildern für einen großen USA-Band, der auch bei Bertelsmann erscheinen sollte. Zwar hatte ich noch einige andere Projekte laufen, die sich auch sehr vielversprechend entwickelten, aber nüchtern betrachtet waren wir bankrott, hatten gerade knapp 800 Sfr. auf dem Konto. Unsere ganzen Ersparnisse hatten wir auf unserer großen USA-Tour ausgegeben. Bucher zahlte uns einen Vorschuss von 10 000 Mark, die aber gerade mal für die Flüge und ein gebrauchtes Auto reichten. Wie aber sollten wir die sechsmonatige Reise im Land finanzieren? Da würden immense Kosten für Hotels, Campingplätze, Filme und Essen anfallen.

Mein Lösung war ein Projekt, wie es heute für viele Fotografen zum Haupterwerb geworden ist. Ich bot dem damaligen Studenten Reisebüro SSR eine Fotoreise USA an, die wir selbst entworfen hatten. Unser wagemutiger Vorschlag wurde prompt angenommen, und so kam es, dass wir im Juli 1989 eine Gruppe von Schweizer und deutschen Hobby-Fotografen in Great Falls, Montana, in Empfang nahmen.

fotoreise-ssr_7_-1989Die abenteuerliche Reise startete mit einer viertägigen Kanu-Tour über den Missouri River und durch die von dem Schweizer Indianermaler Karl Bodmer im Jahr 1832 so eindrücklich gemalten Missouri Breaks. Weiter ging es per Zelt und Schlafsack durch die alte Heimat der Blackfeet-Indianer zum Glacier National Park, dann entlang der Rockies nach Utah und zu den Canyons des Colorado Plateaus. Goblin Valley, damals noch ein Geheimtipp, war dabei, und natürlich Klassiker wie Bryce Canyon und Zion National Park.

Anschließend fuhren wir nach Las Vegas. Staubig, verschwitzt und stinkend wie Wüstenratten checkten wir alle im Circus Circus Casino ein, in dem wir uns abends glücklich und frisch geduscht ein Bier leisteten. Unsere erste Fotoreise war erfolgreich zu Ende gegangen, und am Flughafen wartete bereits die zweite Gruppe, die mit uns zurück nach Montana reisen wollte. Auch Tour 2 war ein Erfolg, und wir konnten danach endlich das tun, wofür wir eigentlich gekommen waren: um Amerika für das Buch zu fotografieren und die Lücken in unserem Material zu füllen. Key West in Florida, Minnesota, die großen Seen und nochmal New York.

fotoreise-ssr-1989Mit einem riesigen Metallkoffer voller Dias reiste ich nach unserer Rückkehr nach München und arbeitete dort drei Tage lang mit dem Verleger Axel Schenck an der Bildauswahl. Stundenlang beugten wir uns mit Lupen über die Kleinbild-Dias und schoben Bilder hin und her, bis das Layout sich fügte.

Es war ein tolles Gefühl. „live“ dabei zu sein, als mein erstes Buch entstand. Axel Schenck war ein großer Amerika-Fan und sehr zufrieden mit der Ausbeute. Der Band wurde mehrfach aufgelegt und erschien auch in Frankreich. Dies war der Anfang meiner Laufbahn als Reisefotograf und der Beginn unserer Foto Reisen, die wir seit 1989 regelmäßig durchführen.

Noch immer sind wir als freie Fotografen tätig, wohnen nun aber seit bald zwanzig Jahren in Oregon und fotografieren auf der ganzen Welt.

fotoreise-ssr_4_-1989

Foto Blog Mickey’s Diner

USA,Midwest, Minnesota, St.Paul, Mickey's Diner, American Dreamscapes / Mickey's Diner
USA,Midwest, Minnesota, St.Paul, Mickey’s Diner, American Dreamscapes / Mickey’s Diner

Wie ich zu einer perfekten Aufnahme von Mickey’s Diner kam.
Auf den Auslöser zu drücken, reicht nicht, auch nicht bei vollautomatischen Kameras, die einem angeblich das Denken abnehmen. Ein gutes Foto in den Kasten zu bekommen, verlangt mehr, erinnert mich manchmal an das Zusammensetzen eines Puzzle oder das Malen eines Bildes. Viele kleine Bausteine helfen dem Fotografen, ein nahezu perfektes Foto zu komponieren.

Seit Jahren bin ich ein Fan des amerikanischen Malers Edward Hopper (1882 – 1967). Ich begeisterte mich schon für seine Bilder, bevor ich 1986 zum ersten Mal nach Amerika fuhr. Seine melancholischen Darstellungen der vereinsamten amerikanischen Metropoloen und Landschaften der US-Ostküste kamen meiner Weltanschaung und meiner Beziehung zu unserer modernen technologisierten Welt sehr nahe.

Während der Arbeit an meiner Buch-Trilogie “American Dreamscapes”, “American Nightscapes” und “American Desertscapes” wurde ich wieder stärker mit Hoppers Welt konfrontiert.

Als wir an einem Tag im September von Chicago nach St.Paul, Minnesota, unterwegs waren, beschloss ich, in St.Paul bei “Mickey’s Diner” vorbeizufahren und nachzusehen, ob er immer noch so fotogen wie vor 25 Jahren war, als ich das Lokal zum ersten Mal fotografiert hatte.

Wir trafen eine Stunde vor Sonnenuntergang in St.Paul ein und fuhren geradewegs zum Diner in der Stadtmitte. Da das Stadtzetrum im Flusstal liegt, legen sich die Schatten früher auf das Lokal als auf die Häuser bei der neogotischen Katedrale von St.Paul weiter oben.

Gegenüber vom Diner schraubte ich meine Nikon D810-Kamera aufs Stativ. Einige Kunden des um die Ecke liegenden Liquor Store kamen vorbei, wollten Geld oder beobachteten neugierig, was ich fotografierte. Cops mit ausdruckllosen Gesichtern fuhren in Streifenwagen an uns vorbei.

Da der Diner relativ lang ist und deshalb die Komposition erschwert, entschied ich mich für einen vertikalen Auschnitt und stellte mein Nikon 80-400mm Zoom auf 130 mm ein.

Was mich besonders an dem Ausschnitt faszinierte, war die Backsteinwand links hinter dem Diner. Nicht oft findet man eine Hauswand, wie man sie aus Hoppers Bildern kennt. Viele Innenstädte wurden durch gesichtslose moderne Betonbauten modernisiert.

Nachdem ich den genauen Auschnitt gewählt hatte, und das Umfeld des Diners perfekt in Szene gesetzt war, konzentrierte ich mich auf das Innenleben. Jedes Detail eine Bildes muss bis ins kleinste Detail perfekt sein. Die Ketchup-Flaschen und die Körperhaltung der Menschen sind genauso wichtig wie die Beleuchtung.

Während ich mich damit beschätigte, den passenden Auschnitt zu wählen, setzte sich ein junger Mann an den Tresen und bestellte bei der Serviertochter sein Abendessen. Ich schoss ein schnelles Bild mit f 22 und 1/6 Sec. Die Aufnahme war nahezu perfekt, nur waren die Personen durch die lange Belichtungszeit natürlich etwas unscharf widergegeben. Zudem war die Frau nicht so klassisch angezogen wie der Koch, der im Hintergrund agierte.

Da wir uns der blauen Stunde näherten, ging ich mit Regula in den Diner und erklärte dem Koch und dem Gast meine Idee. Kevin, der junge Mann, sollte sich mit der Speisekarte so hinsetzen, wie er es vor wenigen Augenblicken getan hatte. Der Koch sollte die Position der Serviererin einnehmen. Die zwei Frauen rechts sollten bleiben, wo sie waren, in der Hoffnung dass sie sich nicht bewegen würden.

Auf mein Zeichen gab Regula im Diner die Kommandos, und ich belichtete mehrere Bilder bei Blende 9 von der Straßenseite gegenüber. Eine der sieben Aufnahmen war perfekt und zeigte Kevin so, wie ich es beabsichtigt hatte. Auf einer anderen Aufnahme standen die Frauen im Hintergrund und der Koch perfekt. Im Photoshop ersetzte ich später den entsprechenden Bildteil in den Ebenen, so dass nun alle Personen vollendet inszeniert waren.

Nach der Aufnahme mit der niedrigen Blende 9 schoss ich eine weitere Aufnahme bei Blende 22, damit die Lampe im Hintergrund mit sternförmigen Strahlen wiedergegeben wurde und die Gebäude scharf erschienen. Auch diese Komponente fügte ich in den Ebenen von Photoshop ein.

Das Puzzle war zu einem perfekten Ganzen geworden, alle Teile hatten sich zu einem vollendeten Bild ohne großen Aufwand und wenig Inszenierung zusammengefügt.

 

Foto Blog, Christian Heeb, Bend, OR 10/30/2015

Christian Heeb’s Top 10 Images of 2013

Bryce Canyon Photo Tour (Christian Heeb)
Bryce Canyon Photo Tour (Christian Heeb)
Woman sillouette walking in Nortwest Crossing with foliage on walkway in Bend,Oregon,USA Model release 00373 (Christian Heeb)
Woman sillouette walking in Nortwest Crossing with foliage on walkway in Bend,Oregon,USA Model release 00373 (Christian Heeb)
Musicians in the street, Colonial town of  Paraty, Province of Rio de Janeiro, Brazil, South America (Christian Heeb)
Musicians in the street, Colonial town of Paraty, Province of Rio de Janeiro, Brazil, South America (Christian Heeb)
Ois, Santorini, Greece (Christian Heeb)
Ois, Santorini, Greece (Christian Heeb)
Mount Edith Cavell at dawn,Jasper National Park, Alberta, Canada UNESCO; World Heritage; (Christian Heeb)
Mount Edith Cavell at dawn,Jasper National Park, Alberta, Canada UNESCO; World Heritage; (Christian Heeb)
City Palace, city of Jaipur,Rajasthan, India (Christian Heeb)
City Palace, city of Jaipur,Rajasthan, India (Christian Heeb)
Deschutes River in autumn near Dillon falls, Bend,Oregon,USA (Christian Heeb)
Deschutes River in autumn near Dillon falls, Bend,Oregon,USA (Christian Heeb)
South America, Rio de Janeiro, Niteroi, Oscar Niemeyer's Contemporary Art Museum (MAC Niteroi) in the late afternoon light, with Guanabara Bay, Rio de Janeiro, Brazil, South America, (Christian Heeb)
South America, Rio de Janeiro, Niteroi, Oscar Niemeyer’s Contemporary Art Museum (MAC Niteroi) in the late afternoon light, with Guanabara Bay, Rio de Janeiro, Brazil, South America, (Christian Heeb)
Woman on steps in town of Oia,Santorini, Kyclades,South Eagean, Greece,Europe Model release 0343 (Christian Heeb)
Woman on steps in town of Oia,Santorini, Kyclades,South Eagean, Greece,Europe Model release 0343 (Christian Heeb)
High Desert Noir,Darkness, American Dreamscapes and Nightscapes, Limited Edition Print of 12 The Drive , Rio #3 (Christian Heeb)
High Desert Noir,Darkness, American Dreamscapes and Nightscapes, Limited Edition Print of 12 The Drive , Rio #3 (Christian Heeb)
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Originally trained as an architect, Christian Heeb is known for his stunning travel photography and his creative art photography. The image of America aka the USA is his main focus of his artistic photography. From the dramatic colors of the “American Dreamscapes” to the “joker-esque” “Uncle Sam” series and the fading American dream in his “Pax Americana” images.

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Bend based photographers Regula and Christian Heeb have been leading photo tours and workshop around the world since 1998. Originally from Switzerland they live in Bend, Oregon and El Sargento, Mexico and maintain a mountain chalet in the Swiss alps.

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Christian has been a professional travel photographer for thirty years with more than 200 photo books, countless calendars to his credit. His images are distributed and sold worldwide.

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